Anregende Gespräche nach dem Vortrag bei Juwelier Pletzsch

Die Heldentaten von Omega, Blancpain und Glashütte Original Replikat Großhandel Lieferanten

Großer Andrang herrschte am Donnerstag in Karlsruhe, als das Geschäft von Juwelier Pletzsch in der zentralen Kaiserstraße zum Abend mit Martina Richter lud. Die stellvertretende UHREN-MAGAZIN-Chefredakteurin führte unterhaltsam durch die Welt der Marken Blancpain, Omega und Glashütte Original. Heimlicher Star im Hintergrund war SAPPHIRE, die neue Juweliersbeilage von UHREN-MAGAZIN und Chronos.

Anregende Gespräche nach dem Vortrag bei Juwelier Pletzsch
Anregende Gespräche nach dem Vortrag bei Juwelier Pletzsch (von links): Dirk Kuhlmann, Geschäftsleiter von Pletzsch in Karlsruhe, die Rednerin des Abends Martina Richter (UHREN-MAGAZIN), Katarzyna Hafner (Blancpain), Stephanie Schulze (Glashütte Original), Jürgen Meer (Omega), Frank Gattinger (Uhrmacher von Glashütte Original), Waldemar Lenz (Markenpate für Omega bei Pletzsch in Karlsruhe) und Manuela Hock (Markenpatin von Blancpain bei Pletzsch in Karlsruhe)

Martina Richter würdigte die über 280 Jahre alte Blancpain-Manufaktur für ihre aufwendigen Komplikationen. Seit den 1950er-Jahren sorgt die Schweizer Marke etwa durch ihre Taucheruhr Fifty Fathoms für Aufsehen, die bis in extreme Tiefen wasserdicht ist. Deshalb trug sie auch der Unterwasserfilmer Jean-Jacques Cousteau.

Auch Omega kann auf einige Großtaten verweisen: von der exakten Zeitmessung bei Olympischen Spielen bis zur Ausstattung des Geheimagenten James Bond mit einer Omega Seamaster. Hier erfahren Sie mehr über James Bond und seine Uhren.

Der bekannteste Triumph der Marke mit Sitz in Biel, an der Grenze zwischen deutsch- und französischsprachiger Schweiz, ist, dass eine Omega Speedmaster die erste Uhr auf dem Mond war. Sie ist heute als Speedmaster Moonwatch bekannt. Martina Richter erinnerte jedoch an eine aus ihrer Sicht bedeutendere, aber weniger bekannte Leistung von Omega in der Raumfahrt.

Auszeichnung für Omega: 1970 verlieh die NASA den Snoopy Award an Omega für herausragende Leistungen
Auszeichnung für Omega: 1970 verlieh die NASA den Snoopy Award an Omega für herausragende Leistungen

Während der Apollo-13-Mission im Jahr 1970 half eine Omega Speedmaster Professional den Astronauten, in deren Kapsel alle Bordsysteme ausgefallen waren, den Zeitpunkt der Raketenzündung für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre genau zu bestimmen. „Das war eine unglaubliche Leistung hinsichtlich der Gangpräzision der Uhr, rettete den Astronauten das Leben und brachte ihr den Snoopy-Award ein“, berichtete die Expertin. Überzeugend stellte sie auch die Pionierleistungen von Omega bei der Entwicklung von der Co-Axial-Hemmung bis zum Master Chronometer dar, welche die Test- und Technikredakteurin mit zahlreichen spektakulären Test über Jahre begleitete.

Weitere Geschichten rund um die Omega Speedmaster finden Sie hier im kostenlosen Download.

Beim Thema Glashütte Original gab Richter einen Überblick über die typischen Merkmale von Uhren aus den exklusiven Werkstätten in Sachsen: die Dreiviertelplatine sowie Schlifftechniken wie den Streifenschliff und den Sonnenschliff. Gleichzeitig erinnerte sie daran, dass die Genauigkeit der Chronometer in Glashütte noch strenger geprüft wird als in der Schweiz. Die Chronometerprüfstelle in Genf (COSC) testet den genauen Lauf des Werks, die Sternwarte Glashütte misst die Präzision des Werks innerhalb des Uhrengehäuses.

Martina Richter im Gespräch mit Gästen des Abends bei Juwelier Pletzsch

SAPPHIRE, die neue Beilage von CHRONOS und UHREN-MAGAZIN, gab es als Give-away für die Gäste des Abends.
Die anderen kommen aus der ganzen Welt. Sie wissen: An diesem Ort weit im Osten der Bundesrepublik, kurz vor der Grenze zu Tschechien, wird die Zeit gemacht. Neun Uhrenhersteller gibt es in Glashütte, das sächsische Dorf gilt als Zentrum der Uhrmacherkunst. Seit 170 Jahren werden hier mechanische Uhrwerke verbaut. Nach zwei Weltkriegen und 40 Jahren DDR-Einheitsproduktion knüpften die Hersteller Anfang der 90er Jahre an die alten Maßstäbe an – mit dem Ziel, irgendwann zu den besten der Welt zu gehören.Wer verstehen will, wie der Ortsname zu einem Qualitätssiegel für Uhren geworden ist, muss A. Lange & Söhne besuchen. Unten im Ort, gleich hinter dem Uhrenmuseum, beginnt die Kö der Uhrenhersteller. Zur Rechten Glashütte Original, zur Linken die Union Glashütte, und unweit des Bahnhofs, in dem natürlich kein Team der Deutschen Bahn, sondern die Uhrenfirma Nomos sitzt: das Lange-Stammhaus. Ferdinand Adolf Lange, ein Uhrmacher aus Dresden, eröffnete 1845 in dem verarmten Bergbaudorf einen neuen Wirtschaftszweig, nachdem er sich von der Pariser Präzisionsuhrmacherei und der Arbeitsteilung in der Schweiz inspirieren hatte lassen.Die Schlichtheit und Zeitlosigkeit aus 170 Jahren Uhrmacher-Erfahrung hat sich das Unternehmen bewahrt und zum Erkennungsmerkmal gemacht: Das markante Großdatum erinnert noch immer an die Fünf-Minuten-Uhr auf der Bühne der Dresdner Semperoper, an der Lange mitgearbeitet hat. Ziffernblatt, Typographie und der gravierte Unruhekloben sind immer ähnlich. Und die Dreiviertel-Platine, die zu den Glashütter Qualitätsstandards gehört, war eine Erfindung des Firmengründers.

Dirk Kuhlmann, Geschäftsleiter von Pletzsch in Karlsruhe, mit Martina Richter, UHREN-MAGAZIN

Angesichts von so viel Fachkenntnis war es kein Wunder, dass Martina Richter nach ihrem Vortrag so manchen Kunden beraten sollte. Dirk Kuhlmann, Geschäftsleiter des Karlsruher Pletzsch-Geschäfts war angetan von der „lebendigen Interaktion“ zwischen den Kunden und den Markenvertretern. Bei vorzüglichen Canapés aus Durlachs Alter Schmiede und Pommery Brut Royal war das Eis schnell gebrochen. Die Markenvertreter zeigten sich angetan vom Vorwissen der Pletzsch-Kunden. Kuhlmann gab das Kompliment an Richter und Magazine wie Chronos und UHREN-MAGAZIN weiter: Sie sorgten dafür, dass der Kunde heute gut vorbereitet zum Juwelier komme.

Die Platine eines Uhrwerks von Glashütte Uhr 750 Gold Replik
Die Platine eines Uhrwerks von Glashütte Original

Juwelier Pletzsch ist mit acht Geschäften zwischen Dortmund, Frankfurt und Karlsruhe einer der großen Uhrenhändler im gehobenen Preissegment. Der Juwelier führt unter anderem Uhrenmarken aus dem Swatchgroup-Konzern wie Blancpain, Omega und Glashütte Original, aber auch Breitling, Chopard und IWC.

Ein Uhrmacher stellte den Kunden das Innenleben der Chronometer von Glashütte Original vor, ein Vertreter von Omega klärte darüber auf, wie sehr Magnetismus die Ganggenauigkeit mechanischer Uhren beeinträchtigt. Was die wenigsten wissen: Von der Damenhandtasche übers Handy, von Ceran-Platten bis zum Lautsprecher der Hifi-Anlage ist Magnetismus heute allgegenwärtig. Omega-Vertreter Jürgen Meer führte Kunden vor, wie Omegas Master Chronometer vor solchen Einflüssen geschützt sind – eine Spitzenleistung, der auch Martina Richter größten Respekt zollte.

Omega Speedmaster Racing Master Chronometer
Omega Speedmaster Racing Master Chronometer

Leser von SAPPHIRE, dem neuen Juweliers-Supplement von Chronos und UHREN-MAGAZIN, hatten über die „gefährliche Anziehung“ zwischen Uhren und Magneten aus der Erstausgabe erfahren. Die wurde bei Pletzsch eifrig geblättert und guckte gemeinsam mit dem Omega-Magazin keck aus den Give-away-Tüten heraus, die alle Kunden mit nach Hause nahmen.

Text: Holger Christmann

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